Die Texte waren sehr informativ und der Inhalt mir persönlich sehr angenehm. Ist es doch jedem Studenten ein Bedürflnis, sich auf Informationen von Wikipedia stützen zu können. Sehr oft hört man auch in Vorlesungen, dass es zu dem ein oder anderen Thema oder zur ein oder anderen Person einen sehr guten Wikipedia-Eintrag gäbe, den man sich doch zu gemüte führen sollte und in solchen Fällen föllt einem das Lernen meist sehr einfach.
Dennoch gibt es etwas, dass man in Vorlesungen noch öfter hört: “Zitieren Sie nicht die Wikipedia”. Und diese Aussage ist durchaus berechtigt. Einerseits ist es ein leichtes, Wikipedia-Einträge zu fälschen – ich perönlich habe schon miterlebt, dass Menschen einfach aus langweile Namen und Daten in Einträgen ins lächerliche Verändern. Andererseits ist Wikipedia, da jeder Eintrag von jedem User verändert werden kann, gerade bei Themen und Personen, die man als “pikant” bezeichnen könnte ganz offensichtlich voll von subjektivität. Die Menschen, die solche Einträge online stellen sind nunmal meist keine Historiker oder Wissenschaftler sondern interessierte Laien, die meist einen persönlichen bezug zum jeweiligen Thema haben und daher kein Interesse an Objektivität und Aufklärung zu haben scheinen.
Das wiederum bringt uns schon zur nächsten Frage: ab wann ist ein Thema “pikant”? Und wenn es das ist, wer bin ich um darüber zu urteilen, ob es sicher hier um unqualifizierten, subjektive Unsinn handelt?
Zwar gibt es zur beantwortung dieser Frage Moderaoren auf Wikipedia, dennoch kann niemand erwarten, dass diese ständig alle Eintröge kontrollieren und richtigstellen können, mal davon abgesehen, dass niemand erwarten kann, dass sie dazu überhaupt in der Lage bzw qualifiziert sind.
Eine frei benutzbare, zugängliche und veränderbare Datenbank bzw Lexikon ist in meinen Augen etwas großartiges, dass die Welt und den Alltag sehr stark, auf positive Art und Weise verändert und vereinfacht hat. Im alltag kann ich mich durchaus mal auf eine subjektive oder unqualifizierte Quelle stützen, um mein Wissen in einer Diskussion infrage stellen zu lassen oder einfach nur um eine weitere Quelle gelesen zu haben um mir selbst darüber Gedanken zu machen. In der Wissenschaft hat sowas aber, meiner Meinung nach, wenig verloren.
Ich finde jeden Schritt in die Richtung der digitalen Wissenschaft und Historie wünschenswert und gut und bin sehr froh darüber, nicht einen Flug buchen oder gar eine Woche lang mit der Kutsche reisen zu müssen, um ein bestimmtes Dukument einsehen zu können, aber ich denke, dass der heutige Stand der Technik und der Gesellschaft die wissenschaftliche Verwendung von Datenbanken wie Wikipedia noch nicht in diesem Maße zuläßt, zu viele Fragen bleiben noch offen, zu viele Probleme ungelöst.